Schwimmpflanzen

In unserer Kategorie Schwimmpflanzen finden sie alle Aquarienpflanzen, welche an der Wasseroberfläche flutend kultiviert werden können. Viele dieser Arten sind sehr vermehrungsfreudig und müssen regelmäßig ausgedünnt werden.
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Schwimmpflanzen im Aquarium

Schwimmpflanzen sind im Aquarium nicht nur sehr dekorativ, ihr Einsatz hat auch verschiedene Vorteile für die Wasserwerte und die Bewohner. Sie entziehen dem Wasser über die Wurzeln Schadstoffe und überschüssige Nährstoffe und sorgen für schattige Bereiche, in denen sich besonders scheue Fische wohl fühlen. Kleinen Fischen und Wirbellosen wie Garnelen dienen sie als Versteck, Labyrinthern als Laichsubstrat. Während andere Pflanzen in der Nacht Sauerstoff aus dem Wasser beziehen, werden typische Schwimmpflanzen über die Schwimmblätter aus der Luft mit Sauerstoff versorgt und reduzieren nicht den wichtigen O2-Gehalt im Wasser. Tagsüber findet die CO2-Versorgung ebenfalls über die Schwimmblätter statt.

Bevorzugt sollten Schwimmpflanzen im offenen Aquarium eingesetzt werden, da die Luftfeuchtigkeit unter der Abdeckung sehr hoch ist und das sich dort sammelnde Kondenswasser auf die Blattoberfläche tropft, was zur Fäulnis führen kann. Die Schwimmblätter sind meist leicht gewölbt und haben Luftkammern an der Unterseite, die sie an der Wasseroberfläche treiben lassen. Die Wurzeln ragen je nach Art mehr oder weniger tief ins Wasser. Typische Schwimmpflanzen vermehren sich über Ausläufer, die jederzeit entfernt und zur Vermehrung genutzt werden können. Aufgrund des rasanten Wachstums vieler Arten ist ein gelegentliches Ausdünnen erforderlich, da sie anderen Pflanzen sonst das Licht nehmen. In Maßen eingesetzt sind Schwimmpflanzen aber hervorragende Nahrungskonkurrenten für Algen und hindern diese zudem durch die Bildung schattiger Bereiche am Wachstum.

Zu den reinen Schwimmpflanzen mit ihren typischen Schwimmblättern und Unterwasserwurzeln zählen unter anderem bekannte und beliebte Arten wie Limnobium laevigatum, Pistia stratiotes und Lemna minor. Unter optimalen Bedingungen kann es bei einigen wie Limnobium laevigatum auch zur Blüte kommen. Die Pflanzen bevorzugen eine gute Beleuchtung und die gelegentliche Zugabe von Spurenelementen über die Wassersäule, vor allem der Eisenbedarf sollte gedeckt sein. Bei Licht- und Nährstoffmangel stellen einige das Wachstum ein, gedeihen aber wieder unverändert, sobald sich die Bedingungen zu ihren Gunsten ändern. Ein Umstand, der sie auch für Einsteiger geeignet macht. Neu eingerichtete Aquarien profitieren vom schnellen Wuchs der Schwimmpflanzen und ihrer Filterfunktion, die das Wasser von Schadstoffen, insbesondere Nitrat befreit.

Ebenfalls als Schwimmpflanzen eignen sich im Aquarium beispielsweise Riccia fluitans, Hydrocotyle leucocephala und Ceratophyllum demersum. Diese können zwar auch ins Substrat eingesetzt werden, beziehen aber ihre Nährstoffe aus dem Wasser, so dass sie auch frei an der Oberfläche treibend gedeihen und hier ähnliche Eigenschaften aufweisen wie reine Schwimmpflanzen. Auch sie entziehen dem Wasser Schadstoffe, bieten Schutz und spenden Schatten. Die Ansprüche an die Pflege unterscheiden sich je nach Art. Während Riccia fluitans einen geringen Nährstoffbedarf hat und nicht übermäßig schnell wächst, ist der Lichtanspruch hoch. Hydrocotyle leucocephala ist ebenfalls Licht liebend, aber schnell wachsend und hat einen hohen Nährstoff- und CO2-Bedarf. Ceratophyllum demersum dagegen kommt auch mit wenig Licht zurecht und ist recht schnellwüchsig. Auch sie lassen sich leicht ausdünnen und vermehren, indem einzelne Triebe abgeknipst werden.

Besonders in Wirbellosen-Aquarien werden gerne Schwimmfplanzen aller Arten eingesetzt, aber auch in Aufzuchtsbecken und Naturaquarien finden sie häufig Verwendung. Besonders empfehlenswert ist der Einsatz in der Einlaufzeit, bei Algenproblemen und in Aquarien, die ohne Filter betrieben werden. Als wenig erfolgreich dagegen gestaltet sich die Pflege zusammen mit Pflanzenfressern, denen sie als schmackhafte Leckerbissen dienen.