Wasserlinsen - bei Aquarienpflanzen-Shop.de

Wir freuen uns, Ihnen im Sortiment von Aquarienpflanzen-Shop.de mehrere unterschiedliche Arten dieser interessanten Schwimmpflanzen anbieten zu können. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte zur  Wasserlinse - der beliebten Schwimmpflanze für Aquarium und Teich, die auch als Teichlinse oder Entengrütze bekannt ist.

Die Wasserlinse - Wissenswertes über die kleine Schwimmpflanze im Aquarium

Die Wasserlinse ist auch bei uns heimisch. Schon Kinder erkennen die „Entengrütze“, die sich auf Teichen, Tümpeln oder anderen stehenden oder sehr langsam fließenden Gewässern gerne ausbreitet. Hierbei handelt es sich in der Regel um die Bucklige Wasserlinse (Lemna gibba) oder die Kleine Wasserlinse (Lemna minor). Viele Gartenteiche sind ebenfalls mit einem Teppich aus Wasserlinsen bedeckt. Während einige Pflanzenliebhaber die Pflanzen als lästig empfinden, pflegen andere Aquarienbesitzer diese winzige Schwimmpflanze gezielt und profitieren von den Vorteilen, die eine Decke aus Wasserlinsen mit sich bringt - und das sind durchaus einige.

Wasserlinse im Aquarium - Ihre Vorteile

Wasserlinsen gegen Algen

Durch ihr schnelles Wachstum entzieht die Wasserlinse dem Wasser im Aquarium überschüssige Nährstoffe. Gegen Algen ist die beliebte Schwimmpflanze daher eine optimale Geheimwaffe. Anstelle mühevoller Algenentfernung nehmen Sie einfach regelmäßig überschüssige Wasserlinsen aus dem Becken. Verschwiegen werden darf in dem Zusammenhang nicht, dass eine zu dichte Schwimmpflanzendecke sich nachteilig auf das Wachstum der darunter befindlichen Pflanzen auswirken kann. Hier gilt es durch regelmäßiges Auslichten eine gesunde Balance zu finden.

Wasserlinsen als Kläranlage

Wasserlinsen binden nicht nur überschüssige Nährstoffe im Aquarium: Auch Schadstoffe nehmen sie auf. Nicht umsonst wird die Wasserlinse in Biokläranlagen eingesetzt. Entfernen Sie mit der Pflanzenmasse also ganz bequem schädliche Substanzen aus Ihrem Aquarium. Im Grunde genommen ist das Aquarium ja kein geschlossenes Ökosystem. Allein durch die tägliche Fütterung werden sehr viele energiereiche Stoffe eingetragen, die sich in Form von Futterresten oder Ausscheidungsprodukten von Fischen, Garnelen und Schnecken ansammeln. Nur durch das regelmäßige Entnehmen von Biomasse und natürlich dem wöchentlichen Wasserwechsel werden diese Stoffe wieder aus dem System entfernt.

Wasserlinsen als Frühwarnsystem

Da die Wasserlinse auf Eisenmangel mit einer Farbänderung reagiert und sich gelb bis weiß verfärbt, ist sie eine gute Hilfe dabei, einen Nährstoffmangel frühzeitig zu erkennen. Gelbe Blätter zeigen an, dass die Pflanzen nicht ausreichend Chlorophyll bilden können. Neben einem seltener auftretenden Mangel an Mangan ist dafür in erster Linie zu wenig frei verfügbares Eisen verantwortlich. Gute Chelatdünger schaffen hier in der Regel schnell Abhilfe.

Wasserlinsen als Versteck und Schattenspender

Wie alle Schwimmpflanzen, die eine Decke bilden, bietet die Wasserlinse den Aquarienbewohnern Schutz. Einige Arten fühlen sich in abgeschatteten Becken wohler und zeigen sich unbekümmerter und agiler. Auch viele Jungfische finden zwischen den Wurzeln der Schwimmpflanzen Nahrung und Versteckplätze. Die Dreifurchige Wasserlinse (Lemna trisulca) bildet nach einiger zeit ein lockeres Geflecht dicht unter der Wasseroberfläche. Hier siedeln sich viele Einzeller wie Trompetentierchen, Amöben, Glockentierchen und Pantoffeltierchen an. Diese dienen vielen kleinen Fischen in den ersten Tagen als Nahrung, bis größere "Brocken" wie z.B. Artemianauplien bewältigt werden können.

Wasserlinsen als Zusatzfutter

Für viele Tiere sind die zarten Sprosse der Wasserlinse eine beliebte Zusatznahrung - beispielsweise für einige Fische wie Goldfische. Auch kleine Wasserschildkröten fressen gern von dem schnell nachwachsenden Grün. Vorwiegend vegetarisch lebende Buntbarsche und Salmler erschmähen die zarten Schwimmplanzen der Gatung Lemna ebenfalls nicht.

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Wasserlinsen Arten und Eigenschaften

Am bekanntesten unter den Wasserlinsen Arten ist Lemna minor, die Kleine Wasserlinse. Sie gehört, wie auch die Wasserlinsen der Gattung Wolffia, zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae) und ist auf der ganzen Welt verbreitet. Insgesamt besteht die Gattung aus 14 Arten. Spirodela polyrhiza, die auf Aquarienpflanzen-Shop.de ebenfalls erhältlich ist, ist mit Lemna sp. nahe verwandt.

Die Blätter der Wasserlinse enthalten einen kleinen Hohlraum, der mit Luft gefüllt ist. Daher treiben Sie auf der Wasseroberfläche, teilweise auch knapp darunter. Wird die Wasserlinse unter Wasser gedrückt, treiben die Pflänzchen wieder nach oben.

Die Wasserlinse vermehrt sich ungeschlechtlich durch Sprossung. Der seitlich hervorwachsende Spross verbleibt entweder an der Mutterpflanze oder löst sich von dieser vollständig ab. Die Gattung Wolffia bildet spezielle Bruttaschen an der Blattunterseite, in denen die Jungpflanzen heranwachsen, bis sie selbständig sind.

Keine Schwimmpflanze vermehrt sich so schnell!

Bei guten Bedingungen verdoppelt sich die Population an Wasserlinsen innerhalb weniger Tage.

Wasserlinsen aus dem Aquarium wieder los werden

Einige Aquarianer betrachten Wasserlinsen im Aquarium als Ärgernis, das es zu beseitigen gilt. In Becken, in denen viele lichthungrige Wasserpflanzen leben, ist eine dichte Schwimmpflanzendecke selbstverständlich nicht gewollt. Während es einfach ist, die Population an Wasserlinsen in Schach zu halten, indem sie einfach aus dem Aquarium entfernt werden, ist es nicht unbedingt so leicht, sie ein für allemal aus einem Becken zu verbannen. Selbst aus kleineren Blattfragmenten wachsen neue Wasserlinsen heran. Einzelne Wasserlinsen, die sich unter Wasser zwischen den Aquarienpflanzen verfangen haben, reichen aus, um in kürzester Zeit eine neue Schwimmpflanzendecke zu bilden.

Im wesentlichen ist es die kleine Wasserlinse, welche Probleme bereiten kann. Alle anderen Arten lassen sich aufgrund ihrer Größe oder ihrer geringeren Vermehrungsrate relativ leicht ausmerzen, wenn man es denn will.

Tipp zur Entfernung von Wasserlinsen aus dem Aquarium:
Haben Sie sich entschieden, die Wasserlinse aus dem Aquarium vollständig zu entfernen, bietet sich hierfür beispielsweise ein Oberflächenabzug an, wie er auch zur Beseitigung einer Kahmhaut auf der Wasseroberfläche genutzt wird. Er wird als Einlauf vor dem Außenfilter angeschlossen und saugt die Wasserlinsen von der Oberfläche.
Eine weitere etwas mühseligere Methode ist das Absammeln. Dazu entfernt man als erstes vorsichtig alle Blätter von den Aquarienpflanzen welche über die Wasseroberfläche hinaus wachsen. Danach werden die Scheiben oberhalb der Oberfläche von den Linsen gereinigt. Nun kann man damit beginnen, die Wasserlinsen vorsichtig mit einem feinen, nicht zu kleinen Kescher abzufischen. Der Kescher muss mehrmals gereinigt werden. Wenn man denkt, alle Pflänzchen erwischt zu haben, wartet man einige Tage. Es haben sich garantiert noch einige Exemplare irgendwo versteckt, die man nun im zweiten und wenn nötig nach weiteren Tagen im dritten Durchgang entfernt.
Schwierig, ja fast unmöglich wird es, wenn die Wasserkante mit Moos bewachsen ist. Hier hat man kaum eine Chance alle Teilstückchen zu erwischen und kann nur immer wieder mühsam mit einer Pinzette die Reste absammeln. In solchen Aquarien sollte man tunlichst auf Lemna minor verzichten.

Kleine Wasserlinse - Lemna minor

Lemna minor
Die Kleine Wasserlinse besteht aus kleinen Pflänzchen mit einem bis fünf Blättern, die eine ovale bis eiförmige Form aufweisen. Jedes Blatt besitzt an der Basis eine kleine Wurzel. Die frostresistente Pflanze wächst auch bei Temperaturen von über 30 °C unermüdlich weiter.

Vielwurzelige Teichlinse - Spirodela polyrhiza

Spirodela polyrhiza
Die Vielwurzelige Teichlinse besteht aus rundlichen Sprossgliedern. Sie ist etwas größer als Lemna sp. und stärker bewurzelt. Die Blätter sind eher rund als oval. Die Färbung kann ins Rötliche reichen - vor allem an der Unterseite, die oft purpurrot gefärbt ist, was einen interessanten Anblick bietet.

Dreifurchige Wasserlinse - Lemna triscula

Lemna triscula
Die Dreifurchige Wasserlinse ist in der Aquaristik selten. Sie flutet, im Gegensatz zu den anderen Vertretern der Gattung Lemna, unter der Wasseroberfläche. Lemna triscula bevorzugt kühle Temperaturen. Sie wächst langsamer als andere Wasserlinsen und ist leicht auszulichten.

Wurzellose Zwergwasserlinse - Wolffia arrhiza

Wolffia arrhiza
Die Wurzellose Zwerwasserlinse besitzt winzige, kugelförmige Blättchen von weniger als einem Millimeter Breite und maximal 1,5 Länge. In kleinen Aquarien mit wenig Strömung bietet sie einen faszinierenden Anblick. Als seltener Vertreter unter den Wasserlinsen eignet sich Wolffia arrhiza besonders für Liebhaber.

Wasserlinse als Anzeiger für die Wasserqualität

Wasserlinsen sind berühmt für ihr rasantes Wachstum. Sind die Umgebungsparameter passend und enthält das Wasser ausreichend Nährstoffe, vermehrt sich die beliebte Aquarienpflanze sehr schnell. Regelmäßig muss überschüssige Pflanzenmasse aus dem Becken genommen werden. Stellen Sie ein verlangsamtes Wachstum fest, ist das ein wichtiges Warnsignal. Wasserlinsen im Aquarium dienen als Frühwarnsystem.

Können Sie eine der folgenden Fragen mit Ja beantworten? Dann kann das ein Anzeichen dafür sein, dass die Bedingungen für das Pflanzenwachstum in Ihrem Becken nicht optimal sind.

  • Die Wasserlinsen verschwinden oder wachsen nur schlecht.

  • Die Wasserlinsen wachsen nur noch kümmerlich nach und sind sehr klein.

  • Die Wasserlinsen zeigen eine gelbliche oder weißliche Färbung und dünnere Textur.

An den Schwimmpflanzen zeigen sich ein möglicher Nährstoffmangel oder andere Probleme früher als bei anderen Aquarienpflanzen. Da letztere deutlich langsamer wachsen als die schnellen Wasserlinsen, sieht der Aquarienbesitzer ihnen das erst an, wenn sich erste Wachstumsstörungen oder Krankheiten zeigen. Wenn Sie beim regelmäßigen Wasserwechsel feststellen, dass sich die Wasserlinse nicht so schnell vermehrt wie sonst, sollten Sie auf die Suche nach möglichen Ursachen gehen - Ihre Aquarienpflanzen werden es Ihnen danken. Stellen Sie eine Gelbfärbung der Blätter fest und wirken diese dünn und kümmerlich, liegt vermutlich ein Eisenmangel vor. Testen Sie den Eisengehalt im Aquarium und düngen Sie gegebenenfalls mit einem flüssigen Dünger für Aquarienpflanzen nach.

Wasserlinse: Pflege ohne Aufwand auch für Anfänger

Als Schwimmpflanze treibt die Wasserlinse auf der Oberfläche. Hier erreicht sie das einfallende Licht direkt. Die Lichtstrahlen müssen weder das Wasser durchdringen (wodurch ihre Intensität besonders bei hohen Becken stark abnimmt, bevor es die Pflanzen erreicht) noch besteht die Gefahr, dass die Wasserlinse abgeschattet wird. Auch eine starke Beleuchtung oder auftretendes Kondenswasser, wie es häufig in geschlossenen Aquarien vorkommt, macht den kleinen Pflanzen keine Probleme. Sie sind, auch was die Temperatur angeht, sehr anspruchslos. Hohe Temperaturen bis zu 30 Grad werden von den Wasserlinsenarten, Lemna minor, Wolffia arrhiza und Spirodela polyrhiza gut vertragen. Wer eine der Arten im Aquarium pflegen möchte, sollte lediglich darauf achten, dass die Wasseroberfläche nicht zu stark bewegt wird, denn das bekommt den kleinen Wasserpflanzen nicht besonders gut. Starke pH-Stürze, die im Aquarium ohnehin zu vermeiden sind, vertragen Wasserlinsen ebenfalls schlecht. Sie sehen: Diese Aquarienpflanze ist wirklich völlig problemlos auch von Anfängern zu pflegen.

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