Spirodela polyrhiza - Vielwurzelige Teichlinse Portion in Dose

Artikelnummer: 70170 POR

Die Vielwurzelige Wasserlinse oder Vielwurzelige Teichlinse - gehört wie auch die Wasserlinsenarten der Gattungen Lemna und Wolffia zur Familie der Aronstabgewächse. Sie bildet an der Wasseroberfläche frei schwimmende Inseln aus blattartigen Sprossen von etwa 5 mm bis 8 mm Durchmesser aus. Diese blattartigen Sprossen treten in runder oder auch eiförmiger Erscheinung auf, sind auf der Unterseite rötlich gefärbt und mit einem dichten Büschel gelblichbrauner Wurzeln ausgestattet. Eine zusammenhängende Schwimmpflanze besteht aus bis zu sechs Sprossegliedern, auf deren Unterseite bis zu sechszehn Wurzeln in dichten Büscheln beisammen stehen. Somit steht sie in einem direkten Gegensatz zu anderen Wasserlinsen, deren Sprosse zumeist nur eine einzige Wurzel ausbilden. Dieser Menge an Wurzeln verdankt die Vielwurzelige Teichlinse auch ihren Namen.

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Kategorie: Schwimmpflanzen

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Portion


Botanischer Name: Spirodela polyrhiza (L.) Schleid.
Großgruppe:  Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung: Alismatales - Froschlöffelartige
Familie: Araceae - Aronstabgewächse
Gattung: Spirodela
Typ: frei an der Oberfläche treibende Schwimmpflanze
Synonyme: Lemna polyrhiza L., Spirodela polyrrhiza
Etymologie: Spirodela: speira (gr.) = Gewinde, delos = deutlich, bezieht sich auf die deutlichen Spiralgefäße in den Nerven der Glieder; polyrhiza = vielwurzelig
Verwendung: Wasseroberfläche (Schwimmpflanze)
Verbreitung und Fundorte: weltweit in Gebieten mit gemäßigtem Klima, nur vereinzelt in Südamerika
Schwierigkeitsgrad: einfach
Wachstum: sehr schnell


Auch in Deutschland ist Spirodela polyrhiza weit verbreitet, kommt allerdings im ausgesprochenen Bergland so gut wie gar nicht und in den östlichen Bundesländern wesentlich seltener vor als in den westlichen. Von ihr zur Ansiedelung bevorzugte Kleingewässer müssen reich an Nährstoffen, sauber und weitestgehend unverschmutzt sein. Stehende Gewässer werden favorisiert. Spirodela polyrhiza bildet nur in seltenen Fällen Blüten aus und vermehrt sich fast ausschließlich vegetativ. Die Ausbreitung erfolgt, indem sie sich z. B. an das Gefieder von Wasservögeln heftet und sich so von Teich zu Teich transportieren lässt. Auch in unseren Breitengraden gilt die Vielwurzlige Wasserlinse als winterfest ist.

Die Unterseiten ihrer Sprossen sind zumeist dunkelrot gefärbt. Als Teichpflanze gehalten bildet Spirodela polyrhiza daneben noch nierenförmige, olivgrüne Sprossen mit einer Länge von 2 mm bis 3 mm aus, die als Turionen (Winterknospen) auf den Teichboden sinken um dort zu überwintern und auf den nächsten Frühling zu warten.

Im Teich während der Sommermonate, im Aquarium ganzjährig bildet Spirodela polyrhiza bei sauberem, nährstoffreichem Wasser lockere Bestände aus, wobei sie sich häufig mit der Zwerg-Wasserlinse zusammentut und mit ihr gemeinsam auf der Wasseroberfläche "dümpelt".
Die reguläre Blütezeit der Vielwurzeligen Wasserlinse fällt in die Monate Mai bis Juni, jedoch ignoriert sie diesen wissenschaftlich festgestellten Fakt gerne und blüht nur sehr selten. Am Rand der Sprossenglieder sitzen - wenn sie es denn möchte - ihre Blüten in kleinen Blütenständen wobei jeweils eine weibliche Blüte mit einem einzigen Fruchtknoten und zwei männliche Blüten mit je einem Staubblatt einen gemeinsamen Fruchtstand bilden. Im Aquarium erfolgt die (manchmal auch ungewollte) Vermehrung der Vielwurzeligen Wasserlinse durch auch selbsttätig erfolgendes Auseinanderbrechen einer zusammenhängenden Schwimmpflanze.

Der Lichtbedarf von Spirodela polyrhiza kann als durchschnittlich bis hoch bezeichnet werden. Ihre Temperatur-Toleranz umfasst den weiten Bereich von 4 °C bis zu 35 °C wobei ihr Temperatur-Optimum zwischen 28 °C und 30 °C liegt. Ein pH-Wert von 4 bis 8 bei einer Karbonathärte zwischen 2 °dKH und 30 ° dKH werden ihr gerecht.

Spirodela ist für die Kultur im Aquarium viel besser geeignet, als die verwandte Lemna. Während letztere zur echten Plage werden kann, lässt sich der Bestand von Spirodela wegen der größeren Einzelexemplare ganz einfach kontrollieren. Fast alle Wasserlinsen, welche man sich immer wieder mal durch Unchtsamkeit beim Einsetzen von Fischen und Pflanzen einschleppt, gehören der Gattung Lemna an. Diese sollte man sich möglichst nicht ins Aquarium holen. Die bei und angebotenen Lemna minor werden in erster Linie als Leckerbissen für Schildkröten und verschiedene Buntbarscharten gekauft.

Spirodela polyrhiza ist gut geeignet, um Eisenmangel im Wasser frühzeitig zu erkennen. Wegen der hohen Wachstumsgeschwindigkeit färben sich die Blätter dann gelblich (zu erkennen auf den letzten beiden Bildern). Nach einer kräftigen Gabe eines guten Eisendüngers, wie zum Beispiel Easy Ferro, werden die neuen Blätter wieder sattgrün.

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