Wer ein Garnelenaquarium einrichten möchte, kann mit einfachen Mitteln einen attraktiven und gesunden Lebensraum schaffen. Diese Anleitung zeigt Schritt für Schritt, worauf Sie bei Bodengrund, Pflanzen, Filtertechnik und Wasserwerten achten sollten. Sie richtet sich besonders an Aquaristik-Neulinge und erklärt praxisnah, wie ein Garnelenbecken für Anfänger gelingt. Mit unseren Tipps und Beispielen lernen Sie, wie Sie garnelensichere Filter nutzen und welche Einrichtungsideen Ihre Garnelen lieben.
Bodengrund für Ihr Garnelen Aquarium
Der Bodengrund für Zwerggarnelen sollte aus feinem, rundem Kies oder Aquasoil bestehen. Für die meisten Zwerggarnelen (wie Red Cherry, Japanische Tigergarnele etc.) empfiehlt sich ein mittelkörniger Kies oder speziell aufbereiteter Bodengrund. Ein grober Kies ist ungünstig, da Futter unter den Steinen verloren gehen kann. Viele Garnelen fühlen sich auf dunklem Untergrund besonders wohl, außerdem kommen dort ihre Farben besser zur Geltung. Daher ist ein dunkler Bodengrund (z.B. dunkles Sandkies oder Shrimp Soil) ideal, um Farben von Neocaridina- oder Caridina-Garnelen zu betonen.
Tipp: Lagern Sie im Garnelenbecken ruhig etwas Mulm und Algenreste ein. Garnelen finden hier reichlich Futterreste. Achten Sie aber auf stabile Wasserwerte und reinigen Sie das Becken regelmäßig.
Produkttipp: Für ein Einsteigerbecken eignet sich z.B. ein biologisches Gartensubstrat oder ein spezielles Aquasoil (gesäuerter Boden), das Nährstoffe abgibt und pH stabilisiert.
Dekor: Wurzeln und Steine für das Garnelen Aqauarium
Garnelen lieben vielfältige Verstecke und Strukturen. Zwei wichtige Gestaltungselemente sind Wurzeln und Steine.
Wurzeln im Garnelenaquarium
Natürliche Wurzeln (z.B. Moorwood, Mopani) sind ideal, weil sie Struktur bieten und von Garnelen als „Futterplatz“ genutzt werden. Durch die im Holz enthaltenen Gerbstoffe werden leicht säuernde Huminstoffe ans Wasser abgegeben, was von vielen Garnelenhaltern geschätzt wird. Mit der Zeit bräunen Wurzeln im Wasser nach etwa 1–4 Wochen, was den Farbton des Beckens harmonisiert. Wurzeln bieten zudem Aufwuchs für Braunalgen und Mikroorganismen – eine natürliche Futterquelle für Garnelen. Nicht zuletzt bieten Wurzeln die Möglichkeit, durch das Aufbinden von Aufsitzerpflanzen oder Moosen, das Garnelenbecken besonders abwechslungsreich zu gestalten.
Microsorum pteropus Windelov (8–10 cm) – Farn auf Wurzelstück
Wurzeln, die schon mit Aufsitzerpflanzen oder Moosen bestückt sind, erhalten Sie im Aquarienpflanzenhandel in großer Auswahl. Die Wurzeln sind bereits ausgiebig gewässert und treiben im Aquarium nicht auf. Dieses Beispiel zeigt ein etwa zwölf Zentimeter langes Wurzelstück mit einem aufgebundenen Microsorum. Dabei handelt es sich um eine kleinbleibende, besonders hübsche Variante des Javafarns.
Achtung: Verwenden Sie nur unbehandelte, pestizidfreie Aquariumwurzeln. Viele Tropenholzwurzeln werden chemisch konserviert. Nach aktuellen EU-Richtlinien soll der Einsatz von Pestiziden in Landwirtschaft und Pflanzenschutz stark reduziert werden. Nur so bleiben Pflanzen und Dekoholz für unsere Garnelen sicher. Prüfen Sie beim Kauf, dass die Wurzel zertifiziert als aquaristisch geeignet gilt und geben Sie Ihr ggf. vorher in klarem Wasser kräftig aus.
Spiderwood (20–30 cm) – ideal zum Aufbinden von Moosen
Spiderwood mit seinen feinen Verästelungen eignet sich perfekt, um einen naturgetreuen Lebensraum im Garnelenbecken zu erschaffen. Besonders mit Aufsitzerpflanzen oder Moosen sieht es toll aus. Neue Wurzeln sollten grundsätzlich vier Wochen in einem großen Gefäß gewässert werden (optimal eignet sich dafür die Regentonne) . Das Wasser sollte mehrmals gewechselt werden. Die Wurzel erhält erst nach einigen Tagen ihre erdbraune Farbe.
Wurzeln können mit Aufsitzerpflanzen oder Moosen bepflanzt werden, um dichten Bewuchs zu schaffen. Schon ein kleines, mit Javafarn oder Moos bewachsenes Wurzelstück bereichert das Garnelenbecken optisch.
Steine im Garnelenaquarium
Steine dienen als Höhlen und Kletterlandschaften. Wählen Sie jedoch kalkfreie Gesteine (z.B. Dolomit, Bachkiesel, Granit). Kalkhaltige Steine (z.B. Muschelkalk, Kreide) erhöhen die Wasserhärte und pH, was die meisten Garnelen (insbesondere Caridina-Arten) stört. Testen Sie Steinproben einfach mit etwas Essig: Schäumen sie auf, enthält der Stein Kalk.
Steinset “Minilandschaft” für kleine Aquarien — optimal für das Garnelenbecken
Sets aus Steinen sind eine praktische Möglichkeit, das Garnelenbecken einzureichten. Für Aquarien bis etwa 30 Zentimeter Kantenlänge eignet sich zum Beispiel dieses Set. In Garnelenbecken wirkt es besonders faszinierend, wenn mit Steinen und anderen Dekorationsgegenständen eine “Miniaturlandschaft” erschaffen wird. Wählen Sie daher am besten ein Gestein mit einer interessanten Struktur oder Musterung.
Tipp: Mauern oder Höhlen aus Steinsets (z.B. Aquarium-Schieferlandschaften oder eigens gefertigte Terrarien-Kletterberge) schaffen Rückzugsmöglichkeiten. Achten Sie darauf, dass keine losen Teile kippen können.
Bieten Sie eine abwechslungsreiche Landschaft: Kombinieren Sie flache Schieferplatten, Lavastein oder Sandstein mit Moos- und Farnbewuchs. So entstehen viele Verstecke.
Pflanzen für das Garnelen Aquarium
Reichlich Pflanzen sind ein Muss im Garnelenaquarium. Sie bieten Versteck, Laichmöglichkeiten und Futteralgen. Besonders feinfiedrige Wasserpflanzen (z.B. Cabomba, Wasserhyazinthen, Hornkraut) sind beliebt, weil Garnelen den darin hängenden Schwebestoff aufgrasen. Auch flottierende Pflanzen (z.B. Wasserlinsen) filtern Nitrate und bieten Schatten.
Bodendecker (z.B. Hemianthus, Eleocharis) halten Garnelennachwuchs in Bodennähe und sammeln unter ihren Blättern Mulm als Futterquelle. Moose sind besonders nützlich: Java- und Weeping-Moos bieten feine Haftflächen. Garnelen fressen darauf Algen und Biofilm ab. Weeping Moos (Vesicularia ferriei) hängt schön herab und kann auf Holz oder Steinen aufgebunden werden.
Weeping Moos — faszinierende Optik im Garnelenbecken
Zu den beliebtesten Moosen gehört das Weeping Moos. Die herabhängenden Wedel bilden einen hübschen Anblick. Besonders gut kommt das Weeping Moos im Garnelenaquariuim zur Geltung, wenn Sie es auf Wurzeln oder Steine aufbinden. Selbst kleine Kunstwerke wie Miniaturbäume oder anspruchsvolle Aquascaping-Projekte lassen sich mit diesem Moos hervorragend verwirklichen.
Tipp: Seien Sie bei der Haltung von Garnelen im Aquarium mit Moos nicht zu sparsam. Moos für das Aquarium verdoppelt sein Volumen innerhalb von drei bis vier Wochen. Haben Sie zu Beginn nur eine kastaniengroße Menge Moos, so brauchen Sie eine ganze Weile, bis sich ein hübsches Polster gebildet hat. Starten Sie mit einer Handvoll Moos, können Sie innerhalb kurzer Zeit problemlos eine ganze Beckenrückwand begrünen. Fragen Sie Ihren Aquarienpflanzenhändler nach Angeboten für größere Mengen Moos für das Garnelenaquarium, wie zum Beispiel dieses Javamoos in der Portionsdose.
Ein Hinweis zur Pflanzenhygiene: Kaufaquarienpflanzen können Rückstände von Pflanzenschutzmitteln enthalten. In der EU soll der Pestizideinsatz bis 2030 halbiert werden. Was das für Aquarianer bedeutet: Spülen Sie neue Pflanzen gut ab oder lassen Sie sie in einem separaten Becken stehen, bevor Garnelen zugezogen werden. Entscheiden Sie sich möglichst für zertifizierte Aquarienpflanzen aus lokalen Zuchten (pestizidfrei).
Garnelenaquarium einrichten: Welcher Filter ist der richtige?
Ein garnelensicherer Filter ist entscheidend. Garnelen und vor allem Garnelenlarven können ins Filterinnere geraten und sterben. Deshalb gibt es einige Kriterien:
- Geschlossener Filter: Außenfilter oder Innenfilter sollten abgedichtet bzw. mit feinem Schwamm oder Baumwollnetz gesichert werden (sogenannte „Damenstrumpf-Methode“). So gelangen selbst winzige Garnelen nicht ins Ansaugsystem.
- Filterleistung: Die Pumpleistung muss zur Aquariengröße passen. Typisch sind Modelle bis etwa die 2–3‑fache Literleistung pro Stunde. Da viele Zwerggarnelen langsame Strömung bevorzugen, genügt oft weniger Leistung als in einem Fischbecken. Lediglich Fangschreckenkrebse (Fächergarnelen) mögen starke Strömung.
Filtertypen: Besonders beliebt sind Schwammfilter und Hamburger Mattenfilter (HMF). Beide bieten große Ansiedlungsflächen für nitrifizierende Bakterien, sind garnelensicher und leicht zu warten. Schwammfilter sind kompakt und filtern sehr sanft, sie nehmen kaum Platz weg. Mattenfilter (große Filtermatten mit Luftpumpe) bieten noch mehr Aufwuchsfläche und können mit Pflanzen bewachsen werden.
Tipp: Ein Schwammfilter, der von einer Luftpumpe befüllt wird (Luftheber), ist sehr ruhig im Betrieb und günstig. Beachten Sie aber: Luftheber verursachen gelegentlich ein leicht hörbares Brummen durch die Pumpe. Platzieren Sie die Pumpe ggf. außerhalb des Wohnraumes oder dämmen Sie sie.
Weitere Optionen: Außenfilter sind nur empfehlenswert, wenn der Ansaug mit feinem Schwamm gesichert und dicht ist. Innenfilter sollten wenig bewegliche Teile haben. Vermeiden Sie Turbinenfilter ohne Schutzgitter. Manche Aquarianer setzen auch auf einen kleinen HMF mit externer Pumpe oder auf einen einfachen Luftheberfilter: Dabei zieht ein Luftsprudler Wasser durch eine U‑Rohr-Konstruktion, die innen mit Filtermaterial gefüllt ist – sehr schonend für Garnelen.
Hinweis: Reinigen Sie den Filter immer vorsichtig. Schalten Sie zuvor Filter und Heizung ab. Spülen Sie Filtermaterial in Aquarienwasser oder mit Leitungswasser sanft aus – kehren Sie also niemals Borsten direkt in Leitungswasser aus, wenn noch Garnelen im Becken sind.
Welchen Filter für das Garnelenaquarium? Alle Kriterien im Überblick
Wenn Sie ein Aquarium für Garnelen einrichten, und einen neuen Filter anschaffen möchten, dann verwenden Sie am besten einen Schwammfilter oder einen Hamburger Mattenfilter. Letzterer ist nicht nur ungefährlich für die Garnelen, sondern bietet mit seiner großen Oberfläche auch einen hervorragenden Futterplatz.
Vorteile | Nachteile | |
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Hamburger Mattenfilter im Garnelenaquarium |
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Schwammfilter im Garnelenaquarium |
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Wasserwerte im Garnelen Aquarium
Garnelen reagieren empfindlich auf Wasserhärte, Pufferkapazität und pH. Generell gedeihen Neocaridina-Garnelen (z.B. Red Cherry) in mittelharten Werten, während Caridina-Arten (z.B. Crystal Red) weicheres, leicht saures Wasser mögen. Als Faustregel gilt: Caridina: pH 6,0–7,0; Neocaridina: pH 6,5–7,5. Im Hobby hat sich oft diese Einteilung bewährt: Caridina – GH 4–6°dH, KH 0–2°dH; Neocaridina – GH 6–8°dH, KH 2–4°dH. Die folgende Tabelle zeigt Richtwerte für typische Arten:
Garnelenart (Beispiel) | GH (°dH) | KH (°dH) | pH-Bereich |
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Red Cherry (Neocaridina davidi) | 6–8 | 2–4 | 6,5–7,5 |
Crystal Red (Caridina cantonensis) | 4–6 | 0–2 | 6,0–6,5 |
Amano-Garnele (Caridina multidentata) | 5–8 | 2–4 | 6,5–7,5 |
Japanische Tigergarnele (Caridina japonica) | 4–6 | 0–3 | 6,0–6,8 |
Die optimalen Werte können je nach Stamm leicht variieren. Neocaridina-Arten vertragen etwas härteres, neutrales bis leicht alkalisches Wasser, während viele Caridina-Arten weiches, leicht saures Milieu bevorzugen. Wichtig ist vor allem ein stabiles Gleichgewicht. Kontrollieren Sie regelmäßig mit Wassertest-Kits die Parameter (GH, KH, pH, Nitrit, Nitrat) – vor allem in der Einfahrphase. Bei Bedarf passen Sie mit aufbereitetem Wasser oder geeigneten Zusätzen (z.B. Leitungswasseraufbereiter, Mineralien) an.
Schritt-für-Schritt: Einfahren des Garnelen Aquariums (Tag 1–30)
Ein neues Garnelenaquarium muss zunächst einfahren, damit sich die nötigen Bakterien etablieren (Nitrifikation). Gehen Sie so vor:
- Tag 1: Stellen Sie das leere Aquarium auf. Legen Sie Bodengrund ein, dekorieren Sie Wurzeln, Steine und Pflanzen ein. Füllen Sie vorsichtig temperiertes, entwässertes Wasser ein (etwa 24–26°C, keine Chlorierung). Schließen Sie Heizung und Filter an. Optional kann man jetzt schon Starterbakterien (aus dem Handel) oder einen kleinen Happen Fischfutter ins Wasser geben, um Ammoniakquelle zu schaffen.
- Tag 2–7: Überwachen Sie die Wasserwerte täglich. Zunächst ist das Aquarium „biologisch tot“ – aber bald bilden sich schleimige Bakterienfilme an Scheiben und Wasseroberfläche.
Achtung: Dies ist normal! Es sind erste Biofilme (Kahmhaut, „Abwasserpilz“). Einmal täglich testen Sie Ammoniak/NH₄⁺, Nitrit und Nitrat. Füttern Sie die Bakterien weiter (bisschen Garnelenfutter oder zerstoßene Fischfutterflocken). Wechseln Sie bei stark steigendem Ammoniak (>0,5 mg/l) vorsorglich 10–20% Wasser aus, um für die Garnelen später sichere Werte zu haben. - Tag 8–14: In dieser Phase steigt meistens der Nitritpeak. Ammonium wird nun von Bakterien zu Nitrit umgewandelt (Nitrit kann toxisch für Garnelen werden). Meist sieht man um Tag 10–14 erhöhte Nitritwerte und eventuell erste Nitratbildung. Erhöhen Sie jetzt die Wasserwechsel auf 20–30% pro Woche, um die Giftstoffe zu senken. Testen Sie weiter fleißig. Es ist normal, dass Nitrit vorübergehend zunimmt. Sorgen Sie für leichte Strömung im Becken, damit sich der Nährstoffkreislauf stabilisiert.
- Tag 15–22: Die Nitritwerte sollten jetzt langsam sinken (Nitrifikationsbakterien bauen es zu Nitrat um). Ammoniakwerte sind gering. Nitrat kann ansteigen (pflanzenfreundlich). Machen Sie einen großen Wasserwechsel (z.B. 30–50%), wenn Nitrat über 50 mg/l steigt. Fügen Sie nach dem Wechsel weiterhin etwas Fischfutter als Bakterienfutter hinzu. Die Bakterienpopulation konsolidiert sich – Sie nähern sich dem stabilen Gleichgewicht.
- Tag 23–30: Nun ist das Becken fast eingefahren. Die Nitritwerte liegen idealerweise nahe 0, und es ist nur noch Nitrat im Wasser (≤20–30 mg/l). Testen Sie die Werte (pH, Nitrit, Nitrat) am Tag 30: Sind Nitrit und Ammoniak bei 0? Dann ist das Garnelenaquarium bereit. Führen Sie gegebenenfalls einen weiteren 30–50% Wasserwechsel durch, um Nitrat zu reduzieren. Nun kann die Fütterung auf normales Garnelenfutter umgestellt werden (keine Aromazusätze!). Später im Betrieb reicht ein bis zweimal die Woche Futter in kleinen Mengen.
Achtung: Setzen Sie keine Garnelen vor Ablauf dieser Einfahrphase ein! Die frisch eingefahrene Bakterienkultur braucht Zeit. Falscher Eilmodus kann zu Alarmzuständen führen. Gegen Tag 30 können Sie probeweise einige wenige (1–2) robuste Garnelen einführen – allerdings erst nach einem weiteren Sicherheitstest. Beobachten Sie die ersten Tage, bevor Sie Nachschub geben.
Pflege und Sicherheitshinweise für das Garnelen Aquarium
Garnelen sind pflegeleicht, aber ein paar Regeln helfen, Rückschläge zu vermeiden: Pflegen Sie die Technik stets trocken und sichern Sie alle Kabel gegen Feuchtigkeit. Reinigen Sie den Filter niemals unter Spannung. Drehen Sie im Zweifelsfall Filter und Heizung ab, wenn Sie Zubehör reinigen. Garnelen klettern nur aus dem Becken, wenn es ihnen wirklich schlecht geht (z.B. bei Sauerstoffmangel oder zu hoher Temperatur). Schaffen Sie also von Anfang an stabile Bedingungen.
Verwenden Sie ausgesprochene Garnelennahrung (z.B. Algengranulat, spezielles Garnelenfutter) in kleinen Mengen. Achten Sie darauf, dass kein Futter auf dem Boden gammelt – waschen Sie bei Überfütterung restliche Reste ab. Wechseln Sie regelmäßig (wöchentlich 10–20%) Wasser mit geeignet aufbereitetem Leitungswasser (entchlort) oder Osmosewasser plus Mineralien.
Sicherheit: Garnelen reagieren empfindlich auf Kupfer und andere Spurenmetalle. Verwenden Sie daher keine Medikamente mit Kupferzusatz und geben Sie keine Pflanzenpflegemittel mit Herbiziden ins Becken. Am besten kaufen Sie organisch gezüchtete oder zertifizierte Aquariumpflanzen.
Mit dieser Anleitung und etwas Geduld klappt das Garnelenaquarium einrichten problemlos. Beginnen Sie Schritt für Schritt, halten Sie sich an die Hinweise und testen Sie Ihre Wasserwerte regelmäßig – so wird Ihr Garnelenbecken ein langfristiges Erfolgserlebnis.
Häufig gestellte Fragen zu Aquarienpflanzen für Garnelen
Fressen Garnelen Aquarienpflanzen?
Einige Garnelenhalter machen die Erfahrung, dass die Garnelen im Aquarium durch das unermüdliche Abstreifen mit ihren Pinselhänden feinfiedrige Pflanzen oder Moose beschädigen. Vor allem Amanogarnelen können durchaus etwas ruppiger im Umgang mit Aquarienpflanzen sein. Angegriffene oder kranke Teile werden manchmal sogar gefressen. Bepflanzen Sie das Becken daher großzügig, setzen Sie nicht zu viele Garnelen ein und probieren Sie aus, welche Gewohnheiten Ihre Garnelenpopulation an den Tag legt. Normalerweise sind Garnelen im Aquarium keine Gefahr für den Pflanzenbestand. Stürzen sich aber hunderte “Amanos” auf eine Handvoll Javamoos, dann bleiben nach zwei Tagen nur die blattlosen Zweige übrig.
Garnelen und Anubias: Kann das gefährlich sein?
Dass Anubias schädlich für Garnelen im Aquarium sind, hört man immer wieder. Viele Garnelenhalter pflegen jedoch völlig problemlos Pflanzen der Gattung Anubia (Handelsname: Zwergspeerblatt) im Garnelenbecken. Man geht inzwischen davon aus, dass das kein Problem ist, solange die Pflanze keine größeren Verletzungen erleidet. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn sie beschnitten wird.
Garnelensichere Pflanzen für das Aquarium
Gehören Sie zu den Garnelenhaltern, die sich sorgen, neue Aquarienpflanzen aus dem Handel in Ihr Becken zu setzen? Da sind Sie nicht alleine: Immer wieder hört man, dass Garnelen nach dem Kauf von Aquarienpflanzen sterben. Dieses Phänomen wird durch Pestizidrückstände verursacht, die zeitweise bei bestimmten Pflanzen aus dem asiatischen Handel vorhanden sein können. Nur wer weiß, worauf zu achten ist, kann diese Gefahr beim Kauf von Aquarienpflanzen für das Garnelenbecken erfolgreich umgehen.
Besonders akut ist das Thema beim Einsetzen von Aquarienpflanzen in ein laufendes Becken. Nach der Neueinrichtung eines Garnelenaquariums wird es hingegen normalerweise für mehrere Wochen ohne Besatz „eingefahren“. Tun Sie dies und nehmen Sie dabei die entsprechenden Teilwasserwechsel vor, sollten die Pflanzen alle möglichen Rückstände ausgeschieden haben.
Weiterlesen: Wir klären Sie in unserem Beitrag Garnelensichere Aquarienpflanzen ausführlich zu dem Thema auf und erklären Ihnen, wie Sie Aquarienpflanzen auswählen, die garantiert sicher für Garnelen sind.
Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Thema „Garnelenaquarium einrichten“? Wir freuen uns über Ihre Kommentare!
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